Zwöi schlug in spannendem Spiel Kestenholz
Gegen Kestenholz' Zwöi, das im Mittelfeld der Tabelle eine gute Figur abgibt, siegten die Kluser mit 3:2. Sie griffen den Schwachpunkt der Gäste, die Abwehr, so geschickt an, dass sich die Kluser erlauben konnten, einige starke Spieler schon zur Pause auszuwechseln.
Wermutstropfen in diesem Sieg waren die zwei kassierten Eckballtore. Gerade für dieses Spiel wollte man dem Torhüter mehr Kompetenzen im Fünfer zuteilen, aber die Versuche, beim gegnerischen Eckball etwas Neues einzubringen, haben noch nicht die erhofften Wunder bewirkt...
Kestenholz störte sehr früh – auf dem holprigen Boden eine gute Idee. Dafür aber überliessen sie extrem viele Räume in ihrer Abwehr, mit Libero und zwei Manndeckern gegen unsere drei Angreifer mit Sicherheit keine gute Lösung. Dies zahlten die eigentlich stark spielenden und weitgehend ebenbürtigen Gäuer mit einigen Konteraktionen unsererseits. Ponce traf schon in der 6. Minute aus spitzem Winkel zum 1:0 (vielleicht wollte er da flach hereingeben statt schiessen), und in der 21. Minute erhöhte Celik mit einem sagenhaften Slalom zwischen drei Verteidigern auf 2:0. Auf Eckball folgte das 2:1.
Zur Pause gab es die vielen Wechsel. Ponce, der nicht zu halten war auf der linken Seite, nahm mal auf der Bank Platz, ebenso Abwehrchef Hammer (für ihn rutschte Ackermann in die Abwehr) und Schlüsselspieler Bertschi (Lehmann besetzte seine Position). Wenige Minuten später wurden auch Lucic und Grolimund ausgewechselt. Man wollte die Seiten besser dicht machen, dafür zentral kontern. Innert weniger Minuten nach Wiederanpfiff hatten bereits Linder und Karaagac zwei Hundertprozentige aus zentraler Position vergeben, Mayrs klare Chance wurde vom Offside-Pfiff vereitelt, und am Ende einer längeren Phase der Kestenholzer Abwehrfehler wurde Lehmann im Strafraum gefoult. Torwart Achermann verwertete den Strafstoss souverän zum 3:1 in der 62. Minute.
Aber wenig später verkürzte Kestenholz auf 3:2 auf Eckball auf den zweiten Pfosten. Jeder Eckball, jede Freistossflanke, zehrte an den Nerven der auf der Bank sitzenden Stammspieler, insbesondere Balz Hammer wurde jedes Mal bleich. Aber die Kluser zogen es durch, wechselten erst am Schluss noch einmal Lucic und Ponce ein (für Mayr und Celik) und brachten den Sieg ins Trockene.
Für einmal zeigten die jungen Kluser eine eher arrogante Haltung, aber im positiven Sinn. Es war kein wahnsinnig schönes Spiel, aber viele der Kluser zeigten Persönlichkeit und Mut, emanzipiert von taktischen Zwängen oder dem Willen, immer das Richtige zu tun. Nach einer unglaublichen Niederlage gegen Härkingen, wo die Thaler fantastischen Fussball spielten, klar überlegen waren aber keine Tore zustande brachten (bis auf das 1:4), war diese Leistung (und vor allem die lockerere und kreativere Einstellung) gegen einen gefährlichen Gegner wie Kestenholz die richtige Antwort, bei Inbezugnahme aller verfügbaren Spieler, als Beweis für die Qualität des breiten Kaders.
Klus/Balsthal II - Kestenholz II 3:2 (2:1)
Tore: 6. Ponce 1:0. 21. Celik 2:0. 36. 2:1. 62. Achermann (Foulpenalty) 3:1. 65. 3:2.
Klus: Achermann; Eggenberger, Hammer (46. Linder), Grolimund (50. Christ), Lucic (50. Furcillo); Ackermann, Krecovic; Bertschi (46. Lehmann), Mayr (80. Lucic), Ponce (46. Karaagac); Celik (80. Ponce).
Bemerkungen: Klus ohne Dobler (Ferien), Canonica (verletzt), Tas (gesperrt), Saner (abwesend), Mahamed, Altermatt, B. Celik (nicht aufgeboten).












