Zwöi hat wohl ausgeträumt
Nach einem dominanten Auftritt gingen die überlegenen Kluser mit einer sagenhaften 1:5-Niederlage in Hägendorf vom Feld. Wieder fehlte das Abschlussglück, aber nach der Pause waren es Hägendörfer Konter, die den Thalern zum Verhängnis wurden.
Ohne zu übertreiben: Das 1:5 ist als Resultat eine Frechheit. Aber Hägendorf kann auch nichts dafür, dass sich der Ball beim ersten Zufallsschuss von weitem gleich nach einer Minute unter die Latte senkt, nach einem Einwurf. Und dass in der 12. Minute ein Eckball den ganzen Fünfmeterraum durchquert, und ein Hägendörfer mit einer schönen Ballberührung von der hinteren Fünferecke das 2:0 schiesst. Und dass die Kluser während 43 Minuten Dominanz in der 1. Halbzeit kein Tor zustande brachten, obwohl sie hervorragenden Fussball spielten.
Viel aufs Tor schossen die Kluser aber nicht. Die wunderschönen Spielzüge wurden selten effizient durchgezogen. Aber einmal rettete der Torhüter der Gastgeber sensationell, als Celik nach einer der unzähligen langen Flachpass-Stafetten rechts durchbrach und auf den zweiten Pfosten perfekt auf Linder auflegte, der von drei Metern eigentlich das todsichere Tor alles andere als nachlässig vergab. Das war einfach eine unmögliche Rettung des gegnerischen Torwarts.
Das war kurz vor der Pause, und beim Tee wussten die Kluser, dass sie schon alles richtig gemacht hatten, und völlig unverdient 0:2 zurück lagen. Und zur 52. Minute stand es bereits 0:4, zwei Kontertore, wobei beim zweiten ein eklatantes Handspiel dem Treffer voranging.
Die Thaler spielten weiterhin nach vorn, aber langsam ging auch die Kraft aus, was die Hägendörfer zu sporadischen Kontern nutzten. Celik traf zum 4:1 nach einer der wie gesagt zahlreichen Aktionen, in denen die Kluser sich mustergültig durch die gegnerische Abwehr spielten. Kurz darauf, auf eine ähnliche Aktion, verwehrte der Torwart das mögliche 2:4, und im Nachschuss aufs halb leere Tor traf Bertschi den vollen Pfosten. Es wäre da noch Zeit genug gewesen, um sich noch einmal an das mässige Hägendorf heranarbeiten zu können, aber so reichte es nicht mehr. Das 1:5, wiederum auf Eckball, erfolgte kurz vor Schluss.
Ebenso unsäglich wie das Resultat sind die zwei Verwarnungen: Tas führte nach einer (wahrscheinlich kreuzfalsch verhängten) Verwarnung eines Gegenspielers den Freistoss an der Mittelfeldlilnie ohne Eile und ohne böse Gedanken aus, aber ohne dass der Schiedsrichter das Spiel freigegeben hätte. Gelb, was für Tas mit einer Spielsperre gleichbedeutend ist. Später kassierte Gertsch eine Verwarnung für angebliche Proteste, aus heiterem Himmel.
Hägendorf II - Klus/Balsthal II 5:1 (2:0)
Tore: 1. 1:0. 12. 2:0. 47. 3:0. 52. 4:0. 57. M. Celik 4:1. 88. 5:1.
Klus: Gertsch; Eggenberger, Hammer, Ackermann, Grolimund (46. Saner); Mahamed (10. Tas), Krecovic (55. Grolimund); Bertschi, Mayr (46. Karaagac), Linder (80. Mayr); M. Celik.
Bemerkungen: Klus ohne Lucic (1. Mannschaft), Dobler (Ferien), Furcillo (Anlass), Christ (krank), Canonica (verletzt), Lehmann, Ponce (abwesend), Altermatt, B. Celik (nicht aufgeboten). Achermann nicht eingesetzt. – Verwarnungen: Tas (Freistoss zu früh ausgeführt, wird ein Spiel gesperrt), Gertsch (nichts).












