Zwöi: Wende gegen Mümliswil vom 1:3 zum 4:3
Es war ein unerwartet hartes Stück Arbeit, das die Kluser gegen Mümliswil verrichten mussten. Zu Recht führten die Gäste kurz nach der Pause 3:1, aber dann liessen sie nach, und Klus wendete bis zur 70. Minute auf 4:3. Mario Linder war Matchwinner mit zwei Assists und einem Tor, und beim von Dobler erzielten Penalty hatte er auch seine Füsse im Spiel.
Ein zuletzt spektakuläres und immer spannendes Spiel fand in Klus einen verdienten Sieger. Das Zwöi musste gegen Mümliswils "Drüüü" aber eine halbe Stunde lang untendurch. Im Zentrum dominierten die Mümliswiler Mittelfeldspieler, und der Spielaufbau der Kluser wurde früh und sehr wirkungsvoll gestört. Am Ende fand aber das Zwöi selber den Weg aus dem Schlamassel, trotz zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand.
Dieses hatte sich zusammengebraut nach einer guten Startphase, in der Klus verdient das 1:0 gelang. Danach aber sorgten die Gäste durch hervorragendes Forechecking und herzhaftem Vorwärtsdrang für eine schwierige Phase. Bei Klus passte die Ordnung nicht mehr optimal; zudem litt man die Initiativen von Mümliswils Ur-Gestein und Ex-Kluser Björn Müller all zu sehr. Ganz viel Glück brauchten die Einheimischen auf Freistossflanken und Eckbällen. Dennoch glich Mümliswil nicht in so einer Situation, sondern mit einem direkt verwandelten Freistoss. Dobler vergab kurz danach eine hochkarätige Konterchance vor dem leeren Tor, auf Vorlage von Mario Linder, und kurz vor Pausenpfiff gelang den Gästen das 2:1 nach schönem Durchspiel in der Mitte.
Schlimmer kam es direkt nach der Pause: Wieder fand ein Freistoss den direkten Weg ins Tor. Allerdings war es ein als weite Flanke gedachter Freistoss, aus über 40 Metern, der knapp über die Köpfe der Verteidiger zog und via Innenpfosten ins Netz kullerte. 3:1, bei der letztlich offensichtlichen Abschlussschwäche der Kluser war das Schlimmste zu befürchten.
Diesmal war die Chancenauswertung aber zufriedenstellend. Ein Penalty in der 52. Minute – Linder hatte Dobler freigespielt im Strafraum, dieser kam zu Fall und bekam den erhofften Pfiff zu hören – brachte Klus auf 2:3 heran. Es dauerte weitere 13 Minuten, und Linder spielte den ins Zentrum rein gezogenen Karaagac frei, der sich im Zweikampf durchwurstelte und den Ball noch am Torhüter zum 3:3-Ausgleich vorbeischob. In der 70. Minute verloren die Kluser bei einem Konter den Ball am Torhüter, pressten aber wie wild und eroberten die Kugel zurück; Linder passte von rechts auf den Kopf von Simon Bertschi, der aus fünf Metern alles in den Kopfball warf. 4:3, die Wende war vollbracht.
Es gab noch weitere Chancen für die Kluser, aber am Schluss mussten sie nochmal zittern, als Mümliswil alles nach vorn warf. Klus rettete aber den ersten von hoffentlich vielen Saisonsiegen über die Runden, verdient und hart erkämpft gegen ein Mümliswil, das zwar mit dem letzten Aufgebot angetreten ist, aber bestens eingestellt war.
Klus/Balsthal – Mümliswil III 4:3 (1:2)
Tore: 18. Linder 1:0. 30. 1:1. 44. 1:2. 47. 1:3. 52. Dobler (Foulpenalty) 2:3. 65. Karaagac 3:3. 70. Bertschi 4:3.
Klus: Achermann; Eggenberger, Hammer, Lucic, Petrusic (35. Grolimund); Krecovic (75. Christ), Altermatt (35. Tas, 85. Mahamed); Bertschi (80. Lehmann), Linder (80. Altermatt), M. Celik (55. Karaagac); Dobler (75. B. Celik).
Bemerkungen: Klus ohne Ackermann, Saner, Canonica (alle verletzt), Furcillo (nicht aufgeboten), Mayr (Ausflug). Alen Petrusic spielte vorläufig letztmals für Klus, er wechselt leihweise nach Biel. – Verwarnung: 27. Petrusic (Foul).












