Zwöi feiert vierten Sieg nacheinander
Gegen ein widerborstiges und hervorragend organisiertes Kappel gelang dem Kluser Zwöi der vierte Meisterschaftssieg in Folge, diesmal mit 2:1. In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel brauchte es ein einzigartiges Tor von Dominik Grolimund aus 45 Metern und einen unglaublichen Freistosstreffer in der 89. durch Murat Kaplan für den Sieg.
Sechs Spiele nacheinander ungeschlagen, perfekter Start in die Rückrunde. Das Zwöi hat nun den Anschluss an die obere Tabellenhälfte geschafft. Mit dem Sieg gegen ein taktisch hervorragend ausgerichtetes Kappel wächst das Punktekonto auf 18.
In der ersten Hälfte verlief das Spiel ereignisarm, Torszenen gab es praktisch nur durch sehr gut geschlagene Kluser Freistösse in den Strafraum. Sonst aber fand das Geschehen im Mittelfeld statt. Die Kappeler, mit neuem Trainer, waren defensiv hervorragend organisiert, besonders im Zentrum. Die Ausrichtung der Kluser klatschte da in diese dichte Formation der Gegner wie die Wellen in die Klippen. Das Sturmduo Kaplan/Dobler war abgeschirmt und kam wenig in Szene. Die gesamten 45 Minuten verliefen also sehr ausgeglichen. Ein Konter brachte die Gäuer in der 25. Minute in Führung, durch eine schöne Einzelleistung mit anschliessendem Diagonalabschluss unter die Latte. Es sah noch danach aus, als bliebe es bis zur Pause beim 0:1, dann aber knallte Aussenverteidiger Grolimund einen verwaisten Ball, der aus der Kappeler Gefahrenzone wegspediert worden war, aus 45 Metern einfach mal nach vorn. Der Torwart stand in der Szene noch gar nicht so richtig im Tor, die Flugbahn überraschte ihn, die Kugel flog direkt in die Maschen, ohne aufzusetzen.
Pah. Witzig. Dabei dachten wir, Genosse Grolimund (im Bild, grinsend nach Spielschluss) weiss nur wegen dem Physikunterricht von früher, dass der Ball rund ist.
In der Pause, in der Absicht, das Spiel zu gewinnen, folgten die groben Umstellungen. Zumal im Zentrum kein Durchkommen war, änderte Klus die gesamte Ausrichtung und spielte nun mit hohen Flügeln, verzichtete auf einen Defensivmann und auf einen Mittelstürmer, um gerade über die Seiten die gut geordnete Kappeler Defensive zu knacken. Die Spieler schluckten die massive Umstellung in der Aufstellung mühelos und spielten in der Startphase der zweiten Halbzeit hervorragend nach vorn. Daraus ergab sich allerdings wenig Zählbares, ausser, dass man die Gegner in die Defensive drückte und hinten nichts mehr zu tun hatte. Mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Murat Celik versiegte bald einmal der Druck nach vorn, der vor allem dank den offensiven Bemühungen der Aussenverteidiger, Murat Celik und Florian Eggenberger, entstanden war. Dennoch hielt Klus die Initiative.
Je länger das Spiel dauerte, desto besser stellten sich die Gäuer auf die Kluser Angriffe ein, und es sah bald wieder nach einem typischen Unentschieden-Spiel aus. Bis kurz vor Schluss Kaplan 20 Meter vor dem Tor gefoult wurde. Der Gefoulte schoss selbst und hämmerte die Kugel präzis ins Lattenkreuz. Allerdings in die Torecke; also müsste sich der Kappeler Torhüter trotz des präzisen Schusses selbst an der Nase nehmen.
Wermutstropfen war die gelb-rote Karte gegen Kaplan, der den entscheidenden Treffer überschwänglich feierte und dafür die zweite gelbe Karte kassierte. Ausserdem verletzten sich beide Akteure aus der ersten Mannschaft früh im Spiel: Umut Celik musste in der Pause forfait geben, Murat Celik holte sich eine recht grobe Zerrung im hinteren Oberschenkel kurz nach der Pause. Dazu litt Onur Tas ebenfalls an einer nicht verheilten Zerrung, weshalb sein Einsatz in der zweiten Halbzeit nur eine halbe Stunde dauerte.
Klus/Balsthal II - Kappel I 2:1 (1:1)
Tore: 25. 0:1. 41. Grolimund 1:1. 89. Kaplan 2:1.
Klus: Gertsch; Grolimund (46. Tas, 80. Lehmann), Canonica, Christ, M. Celik (55. Grolimund); Eggenberger, U. Celik (46. Uran); B. Celik; Dobler, Kaplan.
Verwarnungen: Kaplan (Gelb-Rot), B. Celik, Tas.
Klus ohne Achermann (abwesend), Furcillo, Hammer, Mayr, Linder (alle verletzt), Bunjaku, Imhof (n.q.), Winistörfer, Ackermann (n.a.)












