2. Mannschaft: FCKB - Däniken-Gretzenbach 1:2 (0:1)
Sehr bitter, sehr bitter. Nach dem Leiden in der ersten Halbzeit hatten die Thaler sehr gut umgestellt und den Spiess umgekehrt. Dann lief Dobler nach einem miserablen Rückpass eines Verteidigers 40 Meter allein aufs Tor, mit dem letzten Mann im Nacken, der ihn weit im Strafraum drin ziemlich brutal von den Socken holte, von hinten. Ein unmöglich zu übersehender Penalty, eine unmöglich anders zu deutende glasklare Notbremse, eigentlich wäre das die Vorentscheidung zu unseren Gunsten gewesen: Penalty und ein Mann mehr, Däniken hätte bei einem eventuellen 2:1-Treffer unsererseits das Spiel verloren.
Der Pfiff blieb aus. Unglaublich. Selbst der gegnerische Trainer musste sich für diese Szene nach dem Spiel fast entschuldigen, dass der Schiedsrichter nicht gepfiffen hatte. Sein Team hätte zwar nach der enormen Leistung der 1. Halbzeit eine Niederlage nicht verdient, aber die Kluser machten in der 2. Halbzeit gegen einen echten Aufstiegskandidaten mit ihren Mitteln praktisch alles richtig, und es wäre eine klassische Wende gelungen, welcher die Gegner trotz ihrer guten Leistung Respekt gezollt hätten.
Der Schlüssel zur Wende im Spielverlauf, welche letztlich nur der Nicht-Penalty nicht zum Erfolg verhalf, war die Kluser Umstellung nach der Pause auf lange Bälle und dann energisch auf die Verteidiger vorchecken. Die Hinterabteilung war der Schwachpunkt des Gegners, der sehr riskant stand und sich vor der Gefahrenzone sehr viele Bälle an unserer Störarbeit entreissen liess. Der Nicht-Penalty der 80. Minute war nur eine, aber sicherlich die klarste dieser daraus entstehenden Szenen – eigentlich ein sicheres Tor.
Interessanterweise war Däniken-Gretzenbach in der 1. Halbzeit mit genau dieser Strategie gegen uns sehr erfolgreich, knüpfte uns hinten sehr viele Bälle ab, warf praktisch alle Spieler mit viel Mut nach vorn in die Zweikämpfe. Klus hatte lange gelitten und früh das 0:1 kassiert (5.), weil man den Ball gegen die unheimlich aufsässigen Däniker nicht aus dem Strafraum bekam. Man konnte sich kaum lösen, man wurde beinahe deklassiert und rettete sich in einigen Szenen nach Ballverlusten oder Kontern mit letztem Einsatz vor einem zweiten Gegentreffer. Trotzdem schauten danach bis zur Pause noch ein paar ganz gute Chancen für unsere Jungs heraus, von denen man normal eine machen muss. Ackermann war allein vor dem Torhüter (38. Minute), der hervorragend herauslief und den Heber ablenkte. Aber die Pausenführung für Däniken-Gretzenbach war sicherlich hoch verdient. Ein gutes Fussballspiel.
Das 1:1 schoss Klus wieder mit der gleichen Freistossflanke wie gegen Schönenwerd, Krecovics Ball auf Roman Gasser. Es wurde sehr spannend, die Thaler legten sich mit enormer Leidenschaft ins Zeug. Kurz danach kam eben die nicht geahndete klare Notbremse auf Dobler, die Kluser waren mittlerweile das Team mit mehr Benzin im Tank. Aber noch einen Tropfen hatten auch die Gäste übrig, bis zuletzt: Das 1:2 fiel in der 95. Minute – die Nachspielzeit war berechtigt – nach einer genialen Einzelaktion eines Däniker Offensiven, der in der Mitte drei Thaler aussteigen liess und allein vor Ronnie Gertsch auftauchte. Unser Keeper rettete zwar noch glänzend, aber beim Abpraller war ein Gegner ideal postiert und verwertete.
Während die Rangliste noch immer scheusslich aussieht, müssen die Thaler jetzt damit umgehen, dass durch eklatante Schiedsrichterfehler jetzt 2 bis 5 Punkte verloren gegangen sind in den letzten zwei Spielen. Aber das kann sich auch in die andere Richtung entwickeln, wenn sich das Glück wieder ausgleicht. Die Qualität ist vorhanden, man spielt mit den Top-Teams auf Augenhöhe, letzte Saison hatte Klus gegen Däniken zweimal recht hoch verloren, jetzt aber den Sieg praktisch verdient, aber das Punktekonto weint und weint.
Klus/Balsthal - Däniken-Gretzenbach 1:2 (0:1)
Tore: 5. 0:1. 76. R. Gasser 1:1. 95. 1:2.
Klus II: Gertsch; Furcillo (70. Canonica), Häusler (80. Y. Ackermann), Christ, M. Celik; R. Gasser; M. Gasser (46. Uran), Krecovic; Y. Ackermann (79. Linder), Dobler, Linder (46. Tas).
Klus erstmals mit Mario Canonica, dafür ohne Achermann, Hammer (beide verletzt) sowie Eggenberger (abwesend), B. Celik (Unfall), Mayr (Arbeit), Kaplan, Tahiri, Winistörfer (nicht aufgeboten), Lehmann (nicht spielberechtigt).












